Dienstag, 24. November 2009

Es muss nicht immer Wodka sein

Russlands Wirtschaft befindet sich im Aufwärtstrend.
Damit wird der russische Wirtschaftsraum auch für österreichische
Unternehmen zunehmend attraktiver. Eine entscheidende Rolle für den
Geschäftserfolg spielt die interkulturelle Kompetenz. "Russen machen
ihre Geschäfte mit Freunden", so Ekaterina Beekes, MBA, gebürtige
Moskauerin und Gesellschafterin sowie Trainerin der führenden
interkulturellen Unternehmensberatung ti communication Dr. Fischof
GmbH. Bei einem Vortrag für die Mitglieder des Public Relation
Verbandes Austria (PRVA) am 18. November 2009 im Haus der Industrie
am Wiener Schwarzenbergplatz erklärte Beekes, warum es im russischen
Geschäftsleben nicht immer auf die Höhe des Wodkakonsums ankommt.

Geduld und Verhandlungsstärke zwingen den russischen Bären in die
Knie

Wer als österreichischer Vorgesetzter in ein russisches
Unternehmen eintritt, sollte Zeit und Geduld mitbringen. Russen sind
aus sozialistischen Zeiten einen autoritären Führungsstil mit klaren
Befehlen gewohnt - das Angebot von Feedbackgesprächen oder die
Aufforderung zu selbstständigem Zeitmanagement verwirren daher viele.
Andererseits setzt sich ein russischer Mitarbeiter, der sich vom Chef
schlecht behandelt fühlt, häufig nicht zur Wehr, sondern kündigt -
damit die Besten nicht zur Konkurrenz abwandern, muss das rechte Maß
zwischen klaren Anweisungen und einer geduldig erklärenden
"Salamitaktik" mit viel Lob gefunden werden, sagt Beekes.
Auch für Verhandlungen mit russischen Geschäftspartnern kennt die
gebürtige Moskauerin einen Insider-Tipp: Hier gelte es vor allem,
Stärke zu zeigen. "Wenn ein russischer Kunde droht, einen Vertrag nur
bei Gewährung von 40 Prozent Rabatt zu unterzeichen, sollten Sie
keinesfalls darauf eingehen, nur um am Markt Fuß zu fassen. Als
stolzen Einwohnern eines 'Big Country' ist Russen das österreichische
'Treffen wir uns in der Mitte' fremd. An besten, Sie bleiben stark
und machen klar: 'Nicht mit mir!' Nur so profilieren Sie sich als
ernst zu nehmender Geschäftspartner", so Beekes.

Noch Wodka?

Was ist dran am Klischee, dass in Russland der Geschäftserfolg von
der Trinkfestigkeit abhängt? In der sozialistischen Planwirtschaft
wurde das langweilige Arbeitsleben gerne durch Trinkgelage nach
Dienstschluss aufgelockert, erklärt Beekes. Während sich in Moskau
bei der jungen Generation derzeit ein Wertewandel in Richtung
Kapitalismus vollziehe und das rasche Geldverdienen einen klaren Kopf
erfordere, seien im ländlichen Raum Wodkaorgien bei
Geschäftsverhandlungen nach wie vor üblich.

Samstag, 5. September 2009

Erdöl am Nordpol?

Die Weltwirtschaft hungert nach Öl! Die Suche nach Erdöl findet immer mehr auch in extremen und unzugänglichen Ressourcen statt. Nach einer Studie der US Geological Society USGS http://www.usgs.gov schlummern in der Nordpol-Region ungefähr 90 Mrd. Barrel Erdöl und drei Mal so viel Erdgas!
Damit könnte die Weltnachfrage für insgesamt drei Jahre gestillt werden. Umweltexperten und Ökologen warnen indes vor einer Gefährdung der ohnehin fragilen Region, die bisher von industrieller Ausbeutung weitgehend verschont geblieben ist.

Die Zahlen der USGS sind jedenfalls vielversprechend, denn in der Region nördlich des Polarkreises liegen etwa 13 Prozent der noch existierenden Öl- und 20 Prozent der noch existierenden natürlichen Gasreserven.

Der ehemalige US-Präsident George W. Bush hatte im Kongress bereits dazu gedrängt, das
Moratorium der Ölbohrungen in den US-Gewässern aufzuheben, um die Vereinigten Staaten weniger abhängig von Ölimporten zu machen.

Dienstag, 14. Juli 2009

Touristen auf Spitzbergen

Im Sommer sind mehr Touristen als Forscher auf einer nördlichen, wissenschaftlichen Station auf Spitzbergen. Das kleine Dorf Ny-Åalesund ist im Sommer fest in der Hand internationaler Touristen. Die Forscher gehen unter. Sommerurlauber bringen viel Geld, werden von den Forschern aber auch mit gemischten Gefühlen gesehen. Die wissenschaftliche Arbeit kann unter dem Trubel leiden.
Bis zu 180 Wissenschafts-Leute leben hier auf Spitzbergen im hohen Norden. Gewöhnlich wird der Frieden zwischen den Fjorden und Bergen nur ab und zu vom Lärm eines Motorschlitten gestört. Im Sommer jedoch ist es mit der Idylle vorbei: Dann wird die Forschungsstation an manchen Tagen von 2000 bis 3000 Touristen gestürmt, die auf Kreuzfahrten durchs Nordmeer hier einen Zwischenstopp einlegen.

Samstag, 14. März 2009

Nordmeer Fotoband

Hommage an das unbekannteste aller Meere: das Nordmeer. Trotz seiner geographischen Nähe ist der Arktische Ozean voller Exotik und Geheimnisse. Lebensfeindliche Kälte, ewiges Eis, gleißend helle Sommernächte und tiefe Dunkelheit im Winter erzeugen Zauber und Gefahren, Unbilden und Herausforderungen in unfassbarer Weite und Urgewalt.Gueorgui Pinkhassov, Russe und Mitglied der höchst renommierten Fotoagentur Magnum, reiste insgesamt acht Mal exklusiv für mare in den höchsten Norden. Er fuhr mit dem Postschiff in die norwegischen Fjorde, besuchte die Nenzen im ewigen russischen Eis, reiste zu den kalbenden Gletschern Ostgrönlands, in den Norden Kanadas, zur russischen Eismeerflotte in Murmansk und zu dem Taxifahrer am winterlichen Nordkap. Ob bei norwegischen Fischern oder russischen U-Boot-Soldaten - Pinkhassov bringt uns mit seinen berühmten flirrenden und leuchtenden Farbimpressionen das Nordmeer auf unerwartete Weise nahe. Ein Kaleidoskop voller Licht, Abenteuer, gewaltiger Natur und fremdem Leben.


Nordmeer: Fotografien von Gueorgui Pinkhassov

Preis: EUR 49,00

Samstag, 7. Februar 2009

Europäisches Nordmeer laut Wikipedia

Europäisches Nordmeer:
Das Europäische Nordmeer, auch als Norwegian Sea (engl.) bekannt, ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans. Es wird begrenzt durch Grönland, Spitzbergen, Norwegen, Färöer und Island. Es liegt zwischen der Nordsee, der Grönlandsee und der Barentssee.
Im Europäischen Nordmeer liegen die Nansen-Schwelle (als Teil des Mittelatlantischen Rückens), die Island-Schwelle zwischen Island und Grönland (ca. 600 m Tiefe), die Färöer-Schwelle (zwischen Island und Färöer, ca. 500 m Tiefe) und die Wyville-Thomson-Schwelle"