Eine Sphäre ohne Horizont
Die Eisberge haben die Regie im Polarmeer. Aus dem ersten Winzling in leuchtendem Grün, auf den sich die Fotografen stürzten, sind Giganten geworden mit Farben, wie nie zuvor gesehen! durchsichtiges Gazeblau bei verhangenem Himmel, Perlmuttweiß bei Sonnenschein. Plötzlich ist das Meer - ein Spiegel des Himmels - stahlgrau und übersät mit weißen Punkten. Eine Sphäre ohne Horizont, ununterscheidbar zwischen oben und unten, zwischen fest und flüssig - eine Stimmung, die die Menschen mitreißt, wie aus ihrer Verankerung befreit. Eine Welt zum Verzaubern und bezaubern. Eine verzauberte Welt wie aus Kinderträumen, so unwirklich und utopisch wie nur von Ausserirdischen geschaffen? Da zieht am Himmel ein dunkles Gemälde auf, ein Ungeheuer aus Wolkenbänken, Sturm und Blitzgesängen. Ein Gewitter jenseits des Polarkreises. Die glitzernde Oberfläche hypnothisiert. Ein Entwurf für eine Reise ohne Ziel, ein Entwurf für eine Welt ohne Menschen.
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